Bali Sweet Home präsentiert balinesische Kunst : die Glasmalerei  von Nagasepaha in Buleleng.

Die Glasmalerei, Balinesisches Kunsthandwerk

Die Glasmalerei, Balinesisches Kunsthandwerk


Die Glasmalereien von Nagasepaha in Buleleng, einer kleinen Kommune im Norden von Bali, bestehen aus einigen hunderte Werken anlässlich einer Ausstellung im Museum von Puri Lukisan Ratna Wartha.

Bali Sweet Home präsentiert balinesische Kunst : die Glasmalerei  von Nagasepaha in Buleleng.
Ketut Negara übte sich im Jahre 1927 im Kunsthandwerk der Glasmalerei in dem Dorf Nagasepaha in Buleleng. Er stellte ursprünglich Marionnetten aus Büffelhaut her. Die Technik dazu erlangte er indem er zunächst auf Anfrage nach einem japanischen Modell Marionnetten auf verschiedenen Materialien malte.

Hardiman war Maler und Vortragsredner in der Abteilung der Angewandten Künste des Institutes für Ausbildung und Erziehung der Meister und leitete eine Forschungsgruppe, die Glasmalerei entwickelte. Er stellte fest, dass Ketut Negara, der später unter dem Namen Jero Dalang Diah, (Diah der Marionnettist) bekannter wurde, mit grösstem Eifer arbeitete, um die Technik und die Materialien zu beherrschen, welche zur Abschabung der durch Überschichtung angehäuften, mehreren Farbschichten auf dem Glase benutzt wurden.

Diese Glasmalereien wurden ihm als Modell gegeben. Er versuchte zunächst mit in Wasser aufgelöstem Russ zu malen, aber dies misslang. Dann benutzte er verdünnte schwarze Tusche, die besser auf dem Glas hielt. Der Dorfmaler war zufrieden mit dieser Entdeckung aber später malte er dann mit Ölfarben für Holz womit er zufriedenstellende Resultate hatte.

Er malte weiterhin auf Leinwand oder Papier, aber dann entdeckte er zu seinem grossen Erstaunen, dass seine Malerei umgekehrt zu sehen war, sogar die Hände seiner Marionnetten auf seiner Malerei wurden verdeckt durch die anderen Schichten des Farbmaterials. So verstand er, dass die Glasmalerei umgekehrt auf das Glas aufgetragen werden musste. Sie würde dann auf der anderen Seite des Glases zu sehen sein. Der Vordergrund musste zunächst gemalt werden und dann erst der Hintergrund.Bali Sweet Home präsentiert balinesische Kunst : die Glasmalerei  von Nagasepaha in Buleleng.

Mithilfe seiner Experimente konnte er feststellen, dass der Hintergrund zuletzt gemalt werden musste. Diesen trug er vollkommen einfarbig auf, ohne jegliches Motiv oder Dekor. Der Hintergrund wurde für ihn auf diese Weise eine glatte Oberfläche, auf dem das Hauptschema erscheinen würde. Dieser wurde nicht zum Träger der geschichtlichen Zusammenhänge und noch weniger der Atmosphere der Marionettenlandschaft. Er sollte das Werk hervorheben. Dies erinnert uns an das Konzept der Büffelhautmarionetten, wo der Hintergrund aus einem leeren Raum bestand. Es war offensichtlich, dass Jero Dalang Diah seine Malerei auf einer blinden Kosmologie basierte, der Kosmologie des Marionettenherstellers.

Eine Wandel kam im Jahre 1950 als ein Käufer bei ihm eine Malerei mit Hintergrundmotiv bestellte. Der Käufer brachte ihm ein Motiv aus einer sehr geschätzten Epoche, zweifelsohne aus Sukaraja oder Jelekong (Westjava). So wurde der Hintergrund mit diesem Motiv ausgefüllt.

1990 erklärte Ketut Supir, ein Mitgleid des Lehrpersonals der Abteilung für Angewandte Künste am Institut für Ausbildung und Erziehung der Meister, dass zwei verschiedene Stile in einem Werk eine ästhetische Schwäche seien. Er, der sein Diplom am indonesischen Institut für Angewandte Künste von Yogyakarta abgelegt hatte, sowie Nyoman Sila, Agus Sudarmawan, Luh Suartini und Hardiman machten Untersuchungen und Experimente um die ästhetische Qualität der Glasmalerei von Nagasepaha zu verbessern. Seine Untersuchungen mit dem Titel : "Anwendung von Motiven bei der Glasmalerei von Nagasepaha" fanden als Resultat ein Motivschema für den Hintergrund das die dargestellte Geschichte begleitete. Sie versuchten in der Folge neue Materialien zu bemalen, wie Plexiglas, um jegliches Risiko von Glascherben zu vermeiden.

Die Ausstellung zeigt, dass die Kreativität der Maler, sowohl in der Technik als auch in der Thematik, aussergewöhnlich ist. Die fünfzehn Maler, der betagte Jero Dalang Diah inbegriffen, stellen etwa hundert Glasmalereien im Gebäude 3 des Puri Lukisan Museums in Ubud aus. Jeor Danlang Diah, der Pionier, zeigt immer noch seine energische Kreativität. Er wird zum Meister seiner Schüler die ihre Arbeit ständig verbessern. Ketut Samudrawan (1977 geboren) drückt seine soziale Sensibilität aus indem er Szenen des politschen Aufstandes in Singaraja im letzten Jahre wiedergibt. Dabei verkleidet er die dargestellten Personen als Affen so wie man es häufig in den Marionettengeschichten finden konnte. Er kritisiert auch das Phenomen von Dakocan" ( Dagang Kopi Cantik - schöne Serviererinnen in einigen Cafés umgarnen ihre Kundschaft mit ihrem Charme, um diese zum Konsum anzuregen oder einen eventuellen Ehemann zu finden). Ein anderer Maler, Ketut Santosa (1970 geboren) malte eine Szene in der die dargestellte Person eine Pistole hält, um die neue Tendenz der Jugendlichen darzustellen. I Nengah Silib, (1971 geboren) kombinierte in seinem Werk "Arjuna dan Anak" (Arjuna und Sohn) traditionelle und moderne Methoden. Die Balier zeichnen nach Ihrer Tradition die nahen Objekte auf den unteren Teil und die weitliegenden Objekte in den oberen Teil der Malerei wobei alle das gleiche Grössenverhältnis haben. Nengah Silib malt nach der westlichen Methode kleinere Objekte im oberen Teil und zeigt so, dass sie weiter entfernt vom Hauptthema sind.

Es ist interessant zu erwähnen, dass bei I Ketut Darsana und Kadek Nurining Mann und Frau malen. Nurigni lernte durch ihren Mann das Malen und konnte erfolgreich ihre eigenen Themen und Stil entwickeln.

Nagasepaha, ein kleines Dorf, das sich etwa 2 Kilometer im Osten von Singaraja (im Norden von Bali) befindet, liegt am Fusse eines Hügels von dem man das Meer von Java im Norden erblickt und gleichzeitig sich an dem frischen Wasser eines Flussen erfreuen kann in dem viele ein Bad nehmen. Das Dorf ist als Ort der Kunst klassifiziert. Jero Dalang Diah, wie sein Name es aussagt, ist Marionettenhersteller und hat sein Talent seinem Sohn übertragen, Nyoman Subrata, der auch malt. Im Dorfe gbt es ebenfalls eine Gruppe Tänzer, die balinesische Tänze im Tempel und an anderen Orten darbieten.

Wenn sie eine wirkliche lebhafte Kunst kennenlernen wollen, fahren sie zum Dorf von Nagasepaha, das nur einige Kilometer entfernt liegt im Südosten von Singaraja (im Norden von Bali). ****

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